Fernwahrnehmung vom 03.09.2026
Lebensbejahung
Zunächst bin ich alleine. Vor mir der Blick auf unser Universum – genauer gesagt auf unsere Galaxie. Sie liegt wie eine riesige Scheibe im unendlichen Weltraum, erfüllt von Tausenden und Abertausenden Sternen und Planeten, die sich zu unzähligen einzelnen Systemen zusammenfügen.
Ich befinde mich ganz außen, am Rand dieser Galaxie, dort, wo sich vor mir die Weite des Weltraums öffnet. Überall, nah und fern, kann ich andere Sternenwelten erkennen.
Jetzt stehe ich gemeinsam mit meinen Freunden einfach da und schaue hinaus in diese unendliche Weite des Weltraums.
Alles ist vollkommen emotionslos. Da ist einfach nur diese unermessliche Weite.
Die unzähligen Galaxien unterscheiden sich voneinander in Leuchtkraft, Farbe und Form. Und doch bestehen sie alle aus einer Ansammlung unzähliger einzelner Systeme, aus Sternen, Planeten und den Welten, die sich um ihre jeweiligen Sonnen bewegen.
„Was machen wir hier eigentlich?“
„Versuche, dir mit deinen Gedanken etwas vorzustellen.“
„Was heißt, ich soll mir etwas vorstellen?“
„Was möchtest du erleben?“
„Ich möchte dorthin, wo die Menschen glücklich sind. Wobei – was bedeutet eigentlich glücklich? Vielleicht eher zufrieden. Wo sie zufrieden leben, sich etwas aufbauen, ihren eigenen Weg gehen und alles harmonisch verläuft. Wo die Körper funktionieren, wo es keine Krankheiten gibt.
Einfach ein Paradies.“
Komisch. Jetzt befinden wir uns plötzlich auf einem Planeten, der vollständig von Eis überzogen ist. Überall sind Tiere oder Gestalten mit einem dicken Fell.
„Ist das wirklich interessant?“
„Hast du nicht gesagt, du möchtest etwas erleben, wo harmonisches Zusammenleben in einer perfekten Umwelt existiert? Genau dort sind wir jetzt.“
Es sind keine Mammuts, obwohl mir zunächst diese Bilder in den Sinn kommen. Es sind riesige Wesen, die sich durch diese Eiswelt bewegen. Sie sind von einem unglaublich dicken Fell umhüllt und bewegen sich sehr geschmeidig über die eisbedeckte Oberfläche.
Und dann geschieht etwas Merkwürdiges: Ich „sehe“ sie denken und augenblicklich verschwinden. Denken – und verschwinden.
„Was passiert da gerade?“
„Das ist die perfekte Welt. Alles ist vorhanden. Was du hier siehst, dieses abweisende Ambiente, ist eigentlich ein Schutz. Das Eis bedeckt den gesamten Planeten. Und in dem Moment, in dem diese Wesen, die du gerade mit ihrem dicken Fell gesehen hast, ihr Bewusstsein einsetzen, transformieren sie sich.“
Im nächsten Moment wechseln wir ebenfalls die Ebene und kommen an einen neuen Ort unterhalb dieser Eisschicht. Hier herrschen vollkommen andere, einfach perfekte Lebensbedingungen. Alles ist in ein wunderschönes rosarotes Licht getaucht.
Die Landschaft erstrahlt in einem saftigen Grün. Es ist diese Weite, die Wiesen, die Bäume, es sieht unheimlich schön aus. In der Luft liegt ein ganz leiser Klang, ein Vibrieren, wie das Schwingen von Kristallen, begleitet von einem kaum wahrnehmbaren Summen.
Die Behausungen sind kristallklar. Sie sind kugelartig und stehen wie riesige Seifenblasen in der Landschaft verteilt.
Interessanterweise ist das Wasser in den Seen rosarot. Es ist nicht blau, sondern leuchtet aus sich heraus in unterschiedlichen Rosatönen. Dieses Rosa, gemeinsam mit dem Grün der Wiesen und Bäume und den Tieren, die sich darin bewegen, ergibt ein wunderschönes, unglaublich harmonisches und erfüllendes Bild.
Wenn Vögel, oder was auch immer diese fliegenden Wesen sind, durch die Luft gleiten, ziehen sie einen feinen Schleier hinter sich her. Eigentlich kann man hier alles sehr detailliert sehen: die einzelnen Moleküle, die Bestandteile dieses Lebens, die Schwingungen und sogar die Gedanken der Bewohner.
Am Wasser kniet eine Frau, als würde sie sich die Hände waschen. Neben ihr spielt ein Kind. Die beiden sprechen nicht miteinander, sondern kommunizieren ausschließlich über ihre Gedanken. Alles geschieht telepathisch.
Für mich ist diese Kommunikation sichtbar. Wenn die Frau einen Gedanken aussendet, entstehen im Bereich ihres Kopfes Wellen, fast wie Wolken. Ich sehe, wie sie sich ausbreiten, sich auf das Kind zubewegen und es schließlich umhüllen. Es ist, als würden Sprache und Gefühl durch den Gedanken eine sichtbare Form annehmen. Die Vibrationen und Wellen ihrer Kommunikation sind deutlich zu erkennen.
Dadurch ist hier alles vollkommen offen. Es gibt keine Geheimnisse, nichts Verstecktes.
Gerade geht jemand vorbei, dessen Feld etwas dunkler erscheint, wie von einem leichten Grauschleier umgeben. Sofort sehe ich, wie die anderen darauf reagieren. Es ist, als würden sie ihm eine höhere Schwingung zufließen lassen, weil sie erkennen, dass er momentan nicht in Balance ist. Die Energie fließt zu ihm, und nach und nach beginnt auch sein Feld wieder zu strahlen.
Ich möchte mich nicht darauf festlegen, dass ihre Körper tatsächlich menschenähnlich sind. Einerseits wirken sie durchaus so, andererseits unterscheiden sich ihre Proportionen deutlich von unseren. Sie sind wesentlich größer und haben sehr lange, eher eckig wirkende Beine. Die Proportionen erinnern mich ein wenig an Grillen oder Heuschrecken.
Aber ich glaube, dass das gar nicht so wichtig ist. Immer wieder kommt der Vergleich mit einer Mantis, einer Gottesanbeterin. Es wirkt wie eine Abspaltung oder eine andere Form dieser Wesen. Ihre Gesichter hingegen sehen relativ normal aus. Sie haben keine Fühler und ihre Köpfe wirken grundsätzlich menschlich, sind jedoch relativ groß und dreieckig, mit auffallend großen Augen.
Und wieder fällt mir auf, wie sichtbar hier alles ist. Im Bereich ihrer Stirn erscheint etwas, das für mich wie eine Leinwand aussieht. Anhand von Farben, Schwingungen und wolkenartigen Formen kann ich unmittelbar mitverfolgen, welche Gedanken sie haben.
„Und warum sehe ich das jetzt?“
„Weil du gesagt hast: der perfekte Planet. Im Sinne dessen, was du dir unter perfekt vorstellst. Zu deiner Vorstellung von Perfektion gehören Harmonie, ein friedvolles Zusammenleben und ein friedvoller Umgang miteinander, die Natur zu genießen, mit dem Planeten verschmolzen und mit allem eine Einheit zu sein.
Plötzlich kommt mir der Gedanke: Eigentlich ist das fast langweilig. So ein perfektes Leben.
Auch Krankheiten scheint es hier nicht zu geben. In dem Moment, in dem in der Wolke um eines dieser Wesen etwas Graues erscheint, beginnt von all den anderen, die genügend Energie zur Verfügung haben, ein leichter Energiestrom zu ihm zu fließen. Ob sie dabei miteinander kommunizieren oder irgendeine Form von Therapie anwenden, kann ich nicht sagen.
Ich sehe nur, wie diese Energie in das wolkenartige Feld hineinfließt. Plötzlich beginnt es darin zu glitzern, fast wie bei vielen kleinen Explosionen, und das Graue löst sich vollständig auf.
Perfekt heißt also, sie leben hier und genießen. Es ist einfach nur Genuss.
Eigentlich ist diese Perfektion nichts anderes, als wenn du in deinem göttlichen Urzustand bist, in deiner Funkenform, in deiner Energieform, die du verlassen hast, weil du etwas erleben wolltest.
Aber hier passiert ja auch nichts mehr.
Alles ist angepasst.
Sie haben alles, sie leben einfach. Sie reisen auch nicht in den Weltraum, weil sie das nicht brauchen.
Sie sind zufrieden in ihrer Welt. Auch ihre Nahrung bereiten sie nicht zu, wie wir es kennen. Sie manifestieren sie aus dem, was in der Luft beziehungsweise in ihrem Umfeld vorhanden ist. Die einzelnen chemischen Bestandteile werden wie herausgezogen, formen sich zur benötigten Nahrung und nähren ihre Körper. Das scheint vollkommen automatisch zu geschehen.
Natürlich haben auch sie ihre Beschäftigungen. Es gibt viele Möglichkeiten: Sie treffen einander, kommunizieren, haben Spaß, spielen, freuen sich an gemeinsamen Erlebnissen mit Tieren oder betreiben in unserem Sinne Sport. Es gibt also durchaus Freizeitbeschäftigungen.
Aber für mich wirkt dieses Leben ein wenig wie das Leben in einem Aquarium. Es ist alles vorhanden, es ist alles da, es ist alles perfekt.
„Passiert hier überhaupt irgendeine Art von Weiterentwicklung?“
„Nein. Der perfekte Planet dient nicht der Weiterentwicklung des großen Ganzen, aber für die Wesenheiten, die hier leben, ist es wunderschön.“
Jedoch braucht es auch in einem Umfeld wie diesem eine Polarität. Das bedeutet, dass alles, was an diesem Ort geschieht, auch eine andere Seite hat, und diese muss sich ebenfalls manifestieren. In diesem Fall entscheidest du dich als Seele vor deiner Inkarnation, welche dieser Seiten du erfahren möchtest.
„Die perfekte Harmonie oder das Abenteuer?“
Nun bewegen wir uns zu dieser „anderen“ Seite. Wir tauchen aber nicht in diese Welt ein, sondern betrachten sie mit Abstand von außen, denn dort herrscht tatsächlich Krieg auf allen Ebenen. So, wie man es sich vorstellt: Jeder kämpft gegen jeden, es fliegen die Funken, es fliegen die Energien.
Die Wesen sehen nun tatsächlich wie abstrakte Gottesanbeterinnen aus. Sie wirken nicht grazil und ausgeglichen wie jene, die wir zuvor gesehen haben. Sie tragen metallisch-graue Uniformen, ihre Augen leuchten und stechen hervor, aber auch sie verfügen über dieses telepathische Bewusstsein.
Jedoch wird es vollkommen anders eingesetzt. In dem Moment, in dem bei einem von ihnen ein Gedanke entsteht und als Lichtblitz sichtbar wird, schießt vom anderen sofort eine dunkle Energie darauf zu und zerstört diesen Lichtblitz. Sie töten sich nicht gegenseitig, sondern zerstören jeden einzelnen Gedanken, der im Bewusstsein des anderen entsteht. Ein Machtspiel auf sehr hohen Frequenzen, bei dem eigenständiges Denken bereits im Ansatz vernichtet wird.
Zuvor sahen wir Einheit, Harmonie und gegenseitige Unterstützung, eine Welt, in der niemand etwas wagen oder erfahren musste. Hier hingegen erleben wir die Zerstörung, noch bevor überhaupt etwas entstehen kann.
Beide Seiten verkörpern auf ihre Weise Perfektion, denn eine wirklich eigene Entscheidung ist nicht notwendig. Selbst das Abenteuer bleibt ein abgesichertes Spiel darum, wer schneller reagiert, ohne wirkliche Konsequenzen.
Man könnte sagen: Die eine Seite ist rosarot, die andere schwarz.
Und genauso zeigt es sich auch hier. Betrachte ich es nun von oben, liegen diese beiden Welten einander genau gegenüber – in Opposition.
Im großen Ganzen besteht also immer eine Balance, die für Stabilität sorgt. Es gibt niemals nur das eine, es muss auch das andere geben. Hier befindet sich das Schöne tatsächlich am äußersten Punkt und das Dunkle genau gegenüber – am anderen Ende der Wippschaukel. Der größtmögliche Abstand zwischen den beiden Polen scheint genau hier erreicht zu sein.
Interessant ist, dass diese Wesen bei ihren Gefechten einander nicht gegenseitig vernichten. Dennoch ist die Atmosphäre vollkommen anders. Da ist dieser Geruch nach Schwefel, für mich verbunden mit Verwesung und Dunkelheit.
Was noch auffällt, ist, dass sich alles auf einer mentalen Ebene abspielt. Es ist ein mentaler Planet.
Es geht um Gedankenkraft, um Kreation durch Gedankenkraft – und darum, in welche Richtung sie eingesetzt wird. Ganz banal ausgedrückt: Das eine ist die Langeweile, das andere das Abenteuer. Ein Austesten: Wie weit kann ich gehen? Aber mit einer klaren Grenze – es gibt keine Vernichtung.
Sie erproben, wie weit sie ihre Gedankenkraft ausdehnen und wie schnell und präzise sie reagieren können. Sie üben sich in Zerstörung, aber nicht in Vernichtung. Der Körper in seiner Form bleibt bestehen.
Ich wundere mich, warum mir ausgerechnet diese beiden Extreme gezeigt werden.
„Du wolltest die schönsten Planeten sehen.“
„Und was nehme ich davon für mich mit?“
„Zufriedenheit.“
„Warum?“
„Zufriedenheit damit, dass alles sein darf, wie es ist. Alles bewegt sich innerhalb einer Bandbreite. Wo Dunkelheit ist, gibt es auch Licht, und wo Tiefe ist, gibt es auch Höhe. Alles trägt seinen Gegenpol in sich.
Und jetzt geh zurück zur Erde, in euer Betriebssystem, und erkenne, wie faszinierend es für all die Seelen ist, die von irgendwoher kommen, diese Erde zu erleben. Diese Spannung in jeder Sekunde, in jedem Moment eines Lebens erfahren zu dürfen.
Hier hast du gesehen: Alles lebt vollkommen getrennt voneinander. Es sind zwei verschiedene Seinsformen, zwei verschiedene Leben. Du entscheidest dich für das Schöne oder du wählst das Abenteuer.
Auf dem Planeten, den du deinen Vorstellungen von Perfektion entsprechend als schön empfunden hast, befindest du dich entweder in der Perfektion der Schönheit oder in der Perfektion des Abenteuers. Aber du hast keine Wahlmöglichkeiten. Du bewegst dich auf einer Linie, auf einer Straße, in eine Richtung.
Auf der Erde hingegen kannst du dich in jeder Sekunde, in jedem Moment deines Seins neu entscheiden. Du hast als Mensch die Freiheit, jeden Weg zu gehen und dabei deine eigene Mitte in dir zu finden.
Das bedeutet absolute Freiheit: Freiheit der Entscheidung, Freiheit der Gedanken und die Möglichkeit, in jedem Moment deine Richtung selbst zu bestimmen.
Es existieren auch andere Entitäten in der Lebensgemeinschaft Erde, die gewisse Vorrechte besitzen und eine Form der Führung übernommen haben. Sie dürfen dies tun, weil sie auf der Erde schon länger zu Hause sind und zu jenen gehören, die die Menschheit mitkreiert haben.
Durch ihr dominantes Wirken kam es in vielen Bereichen der menschlichen Entwicklung zu Blockaden. Falsche Moralvorstellungen, gesteuerte Wissenschaft und das Vertrauen in ein System, das Wohlstand und Macht verspricht, führten in Abhängigkeiten und brachten die eigenständige menschliche Entwicklung beinahe zum Erliegen.
Trotzdem darf, kann und soll der Mensch aus seinem inneren Funken heraus, dem Gesetz der Freiheit folgend, seine eigenen Entscheidungen treffen.
Und genau der Punkt, an dem ihr jetzt auf der Erde steht, bringt diese Größe hervor. Denn diese Größe liegt darin, erkennen zu müssen, dass DU frei bist. Dass DU als Mensch keine Begrenzungen hast.
Ich sehe es wie eine Bewegung, die hin und her schwingt. Du kannst dich in jede Richtung bewegen. Du kannst das Abenteuer erleben, du kannst die Schönheit erleben.
Du kreierst dir deine Welt.
Deine Welt entsteht in deinem Inneren – aus deinen Gedanken, aus deinem Sein, deinem Potenzial, deinem Wollen, deiner Fantasie und aus all dem, was in dir vorhanden ist.
Wenn du eine ruhige Seele bist, eine ruhige Basis hast und einfach genießen möchtest, kannst du dasitzen und zuschauen. Wenn du das Abenteuer erleben möchtest, kannst du hinausgehen und das Abenteuer erleben.
Aber bei allem solltest du dir jene Klarheit bewahren, die du auch auf dem schönen Planeten gesehen hast: die Liebe füreinander, die Achtung vor dem Leben und die Liebe zum Sein.
Denn selbst auf der dunklen Seite dieses perfekten Planeten hast du gesehen, dass sie einander nicht vernichten. Sie respektieren die vorhandene Struktur, den Körper, in dem das Wesen existiert. Diesen lassen sie bestehen. Sie töten niemanden.
Es ist wie bei einem „Mensch ärgere Dich nicht“-Spiel. Du kannst spielen, deine Mitspieler austricksen und versuchen, so weit wie möglich zu kommen. Wenn du aber so wütend wirst, dass du eine Spielfigur nimmst, sie zerbrichst, zerdrückst und daraufsteigst, ist das Spiel zu Ende.
Auf diesem perfekten Planeten geht es darum, das Spiel und seine Spielfiguren zu erhalten. Auch auf der Seite des Abenteuers werden sie niemals zerstört. Es wird lediglich ausgelotet, wie weit man gehen, den anderen austricksen oder aus ihm herausholen kann.
Sie lassen die Figur leben und achten jene körperliche Form, die dieser Planet hervorgebracht hat.
Die Menschen auf der Erde haben sehr lange in einer Art Gefangenschaft gelebt, geprägt und begrenzt durch mächtige Institutionen und Strukturen. Dadurch ist viel Angst entstanden, auch die Angst davor, sich selbst wiederzufinden und das eigene Sein tatsächlich zu leben.
Und genau darum geht es jetzt, in dieser Zeit: Der Funke soll wieder beginnen, seine eigene Spirale zu bilden, seine Kraft aus seinem Inneren hervorzuholen und zu sagen: „Ich möchte mich erfahren. Ich möchte sehen, was geschieht.“
Darin liegt die Zukunft der Erde. In der Erkenntnis, dass uns als Menschen niemand zerstören und niemand dauerhaft in der Hand haben kann.
Es liegt an uns, unser Licht zum Leuchten zu bringen und zu sagen: „Wir sind die Menschheit. Wir haben das Recht, auf dieser Erde zu sein und unsere eigene Kraft zu entfalten.“ Dabei unterstützt und trägt uns die Kraft der Erde. Sie gibt uns die Energie und Lebenskraft, uns zu behaupten und auf dieser Erde unsere eigene perfekte Welt zu kreieren.
Eine Welt, in der wir in jeder Sekunde unseres Lebens entscheiden können: Gehen wir den Weg der Ruhe, der Gemütlichkeit und des Fließens? Oder gehen wir den Weg des Abenteuers, des Ausprobierens. Und schließlich: Wie weit kann ich gehen?
Im Grunde geht es nur um die Erkenntnis, dass du als Mensch diese Freiheit hast. Auf dieser Wippschaukel kannst du dich aus deiner Mitte heraus in beide Richtungen bewegen, wohin auch immer du möchtest, aber immer mit dem Bewusstsein, wieder in deine Mitte zurückzukehren.
Dieses Bewusstsein wiederzufinden, ist jetzt eine wesentliche Aufgabe der Menschheit. Und es beginnt damit, den eigenen Wert in sich zu erkennen und sich zu fragen: „Wer bin ich?“
„Ich bin ein Licht.“
Jetzt erscheint das Bild einer Kerze, einer Kerzenflamme. Eine Kerzenflamme brennt. Aber wenn ihr Leuchten unterbrochen wird, wenn der Wind sie ausbläst oder wenn sie zu tief im Wachs versinkt, erlischt sie.
Wir sind gewissermaßen zu tief im Wachs versunken. Wir sind zugeschüttet mit Vorstellungen und Illusionen, sodass wir unsere Flamme, unser eigenes Feuer, verlieren.
Das Wachs wird dabei zum Sinnbild für all das, was wir zusätzlich auf uns laden. Wir übernehmen die Probleme und Aufgaben anderer Menschen, beladen uns immer weiter, bis unsere eigene Flamme schließlich erlischt. Dann können wir nicht mehr leuchten, dann fehlt uns die Kraft.
Die Flamme braucht also das richtige Maß, um beständig weiterzubrennen. Sie darf sich weder überfordern noch unterfordern. Denn auch eine zu schwache Flamme trägt nicht genügend Kraft in sich und kann bereits vom leisesten Windhauch ausgeblasen werden.
In dem Moment aber, in dem sie ihr eigenes Licht leuchten lässt und nicht versucht, auch die Lichter aller anderen zum Leuchten zu bringen, besitzt sie ihre Kraft. Denn dann wirkt sie aus ihrer Mitte.
Zu stark zu brennen bedeutet, alles um sich herum zum Schmelzen zu bringen und die Aufgaben anderer Menschen zu übernehmen. Zu schwach zu brennen bedeutet, die eigene Kraft nicht halten zu können. Die Balance zwischen diesen beiden Extremen gilt es zu finden.
Und wenn du dir nun die beiden Lebensformen in dem anderen Bereich des Universums anschaust, erkennst du den Unterschied: Dort gibt es keine Verbindung zwischen den beiden Polen. Du entscheidest dich vor deiner Inkarnation für die eine oder die andere Seite.
Du inkarnierst rechts oder du inkarnierst links, ohne die Möglichkeit, die Erfahrung der jeweils anderen Seite zu machen.
Und das ist eigentlich stinklangweilig.
Da passiert nichts. Es ist zwar wunderschön, aber es passiert nichts.
In unserer Welt, auf unserer Erde, ist es vollkommen anders. Darum ist die Erde so überlaufen. Alle möchten genau hierherkommen, hier inkarnieren und das Lebensabenteuer in vollen Zügen erfahren.
Institutionen und Strukturen wissen, dass im Menschen ein großes Machtpotenzial liegt, das ihre Herrschaft und Überlegenheit schnell zu Fall bringen kann.Doch gerade deshalb wurde die eigene Kraft des Menschen über lange Zeit begrenzt und klein gehalten.
Aber jetzt, genau jetzt, ist in diesem Wassermann-Zeitalter der Moment gekommen, in dem der Mensch erkennen soll, welche Kraft im Leuchten seines eigenen Funkens liegt.
Irgendwann, in ferner Zukunft, wird diese Erde genau zu jenem Planeten werden, auf dem du wirklich inkarnierst, lebst und ausprobierst.
Ein Versuchsplanet, ein Abenteuerplanet. Der Planet der Kreativität.
Körper
Jetzt gehen wir zurück aufs Raumschiff. In meinem Raum sehe ich zunächst alles in Rot. Es ist dieses tiefe Granatrot, dieses satte Dunkelrot.
Gleichzeitig erfüllt ein tiefes Brummen die Druse, ähnlich dem Klang eines Didgeridoos. Der gesamte Raum scheint davon zu vibrieren. Für mich hat diese Schwingung etwas unglaublich Erdendes. Gleichzeitig erinnert sie mich an die Wirkung einer Nationalhymne – an dieses tiefe Gefühl, dazuzugehören.
„Ich bin glücklich, Mensch zu sein. Ich bin glücklich, auf dieser Erde zu leben und hier meine Wurzeln zu haben.“
Und genau darum scheint es jetzt zu gehen. Es ist wie eine Erinnerung für all jene, die auf irgendeine Weise als Quereinsteiger hierhergekommen sind, und letztlich für alle Menschen: dieses Gefühl wiederzufinden, glücklich darüber zu sein, auf der Erde zu leben.
Und plötzlich schließt sich für mich der Kreis. Ich habe zu Beginn gesagt: „Ich möchte dorthin, wo es am schönsten ist.“
Das war allerdings meine Vorstellung davon, was schön ist.
Jetzt sitze ich hier in dieser Druse und werde von dieser tiefen Schwingung durchdrungen. Es ist kein Stolz, sondern eine tiefe innere Freude darüber, hier sein zu dürfen, hier mitarbeiten und etwas kreieren zu dürfen.
Ich spüre dieses Kribbeln in meinen Füßen, auf dieser Erde zu stehen. Die Freude, mitmachen zu dürfen, etwas anzupacken und etwas verändern zu können. Ein Tatendrang, der aus dieser tiefen Verbundenheit mit der Erde entsteht.
Es ist Lebensfreude – aber auf einer höheren Frequenz. Eigentlich ist es eine tiefe Lebensbejahung.
Dieser rote Raum fühlt sich wie ein Ort an, an dem ein Mensch, der seine Kraft verloren hat, der das Gefühl hat, nichts mehr zu schaffen oder nichts zu können, wieder mit seiner eigenen Lebenskraft in Verbindung kommen kann. Dieser tiefe, an ein Didgeridoo erinnernde Ton durchdringt den ganzen Körper. Die Schwingung steigt von den Füßen nach oben, bis schließlich der gesamte Körper davon erfasst wird.
Es ist eine sehr erdende, reinigende und klare Energie. Gleichzeitig vermittelt sie mir etwas über die Erde selbst: wie bereit sie ist, uns zu tragen und so vieles von uns aufzunehmen. Bereits durch ihre Grundschwingung scheint sie uns über die Füße eine Energie mitzugeben, die uns in unserer Kraft hält.
Und plötzlich erinnert mich das wieder an die Wesen, die wir zu Beginn auf dem anderen Planeten gesehen haben. Diese großen, von dichtem Fell bedeckten Wesen, die draußen durch das Eis marschierten.
Das ist Kraft. Das ist purer Lebenswille.
„Ich bin hier. Ich lebe. Ich tue.“
Jetzt liege ich in diesem Energiebett und sehe, wie die Wellen regelrecht durch meinen Körper rattern – von oben nach unten und von unten nach oben. Es sind rote Ringe, die sich durch meinen Körper bewegen. Von unten nach oben werden sie zur Mitte hin immer größer und ziehen sich anschließend wieder zusammen. Es fühlt sich an, als würde ich durch diese Ringe hindurchgesaugt.
Meine Zehen werden ganz heiß und meine Füße beginnen stark zu vibrieren. Die Schwingung zieht weiter bis in meine Hände. Gleichzeitig entsteht eine ungeheure Tatkraft: Ich kann selbst anpacken. Ich habe die Fähigkeit, mit diesem Körper alles selbst auf die Reihe zu bringen und den Mut aufzubringen, einfach hindurchzugehen.
Die Angst zu verlieren, etwas falsch zu machen. Einfach hinein und tun.
Es ist ein wunderschönes Gefühl. Mächtig, klar und unglaublich kraftvoll.
„Was kostet die Welt?“
Alles ist weiterhin in dieses tiefe Granatrot getaucht. Und jetzt erkenne ich darin auch Granate – diese tiefroten, erdenden Steine.
Langsam legt sich eine helle, weiße Schicht über das Rot. Eine feine, für mich göttliche Schwingung, die sich mit dem Granatrot verbindet und es an der Außenseite allmählich in Rosa verwandelt.
Diese Schwingung geht ins Herz. Sie erinnert an die Freude, an die Leichtigkeit des Seins.
Mit jedem Atemzug verbinden sich das Rot und das Weiß. Vom Herzen aus beginnt diese Energie sich pulsierend auszubreiten.
Und wenn ich hineinhorche, ist es wie das Pulsieren der Erde, das durch meinen Körper strömt.
„Ich bin stolz, ein Erdling zu sein.“